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Goddess ...und ein bissl von mir
Auf Welt wo gibt

Es gibt eigentlich wenig, was mich auf die Palme bringt und auch sonst bin ich ein ziemlich gelassener Mensch. Dies wurde mir heute wieder in der S-Bahn bewusst, als diese wiedereinmal viel zu vollgestopft mit Menschen war. Eine etwas sehr ältere Frau wollte sich aber unbedingt mit ihren viel zu vollen Tüten und Beuteln noch reinquetschen und stand somit an der Tür und mir auf dem Fuß. Mein Stehplatz verwandelte sich in sekundenschnelle in einen Quetschplatz. Doch dem war nicht genug - nein diese Frau musste sich jetzt aller fünf Sekunden nach ihren Beuteln beugen und neu arrangieren. Durch diese Aktionen mutierte nun mein Quetschplatz zu einem...ja...was eigentlich??? Im Grunde war es pysikalisch und mathematisch unmöglich, dass da überhaupt noch jemand sein konnte. Man dachte nun jedes mal, dass diese Frau an der nächsten Haltestelle aussteigen würde, aber dem war nicht so. Sie stieg nie aus. Eigentlich ein Grund da mal durchzugreifen und die Frau aus der Bahn zu schuppsen. Aber wie oben erwähnt: Ich bin ein sehr gelassener Mensch. Ich hoffe nur, es wirkt sich nicht negativ auf die Menschheit aus, dass ich alles in mich reinfresse.

Aber es gibt trotzdem Dinge bei denen ich schreiend aus dem Zimmer renne, wenn diese gesagt werden. Zu einem wäre da die Wortreihe: "als wie ob wenn", von der es auch die Varianten "als wie ob" und "als wie wenn" gibt.

Diese Sprachvergewaltigung erzeugt nicht nur blutende Ohren, sondern auch einen Gehirnkrampf. Zur Richtigstellung:

Wenn etwas verglichen wird, zum Beispiel, wenn dich eine gegenwärtige Situation an eine Tätigkeit erinnert, dann heißt es nicht (zum Beispiel): "Das ist ja genauso als wie wenn ich jetzt nach Hause gehen würde", Es heißt dann in diesem Falle: "Das ist ja genauso als wenn ich jetzt nach Hause gehen würde." Das Wörtchen wie ist in diesem Falle fehl am Platz. Ich schätze mal, dass es sich Schritt für Schritt eingeschlichen hätte in die Strohköpfe der Menschen. Gut zu beobachten ist die auch im falle von Vergleichen:

Es gibt Menschen, die Vergleichen Dinge wiefolgt:

"Ich bin größer wie du" und "Ich bin genauso groß wie du." Bei diesen Menschen gibt es das Wörtchen -als- gar nicht mehr. Zweiteres ist richtig - ersteres nicht.

 

Nun eine kleine Eselsbrücke:

Ist etwas anders als etwas anderes, benutzt man das Wörtchen "als". (wie in diesem Satz zum Beispiel).

"Ich bin größer ALS du." oder "Das Brett ist härter als das Bett"

 

Ist etwas gleich, also Größe, Menge, Gewicht, etc. dann benutzt man das Wörtchen "wie"

"Du bist so groß wie ich." oder "Das Brett ist so lang wie das Bett."

 

So, es gibt aber noch etwas viel schlimmeres als das eben erwähnte: "auf Welt wo gibt" oder "wo gibt auf Welt". Beides wieder totaler Schwachmampf, aber fleißig in gebrauch.

Angewendet wird dieser Fetzen meist auch in Vergleichen, z.B.: "Das ist das beste Brot auf Welt wo gibt/wo gibt auf Welt" Ist es so viel verlangt einen einwandfreien Satz zu kreiieren? Es heißt: "Das ist das beste Brot auf der Welt, das es gibt." oder kürzer "Das ist das beste Brot auf der Welt" Beides ist total korrekt und klingt nicht nur schlau sondern auch wohltuend für Ohr und fürs Gemüd.

18.9.08 18:40
 


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